Eine illustre Hunderunde

(Hundeoper)

Oper in zwei Akten von Christoph Schambach, Libretto von Susanne Wohlleber

10 Hunde, Wölfe, Chor / Orchester (1,2,2,2 - 4,2,2 - Pauken - Schlagwerk (2) - Streicher)

Uraufführung möglich!

(die Oper befindet sich noch in Arbeit)


Die Oper “Eine illustre Hunderunde” ist ein buntes, unterhaltsames Stück Musiktheater, mit hinreißend schöner Musik, hochprofessionell komponiert, ebenso ansteckend heiter wie tief emotional oder erschreckend bedrohlich, mit spannender Handlung, klugen, einfühlsamen Texten und absolut aktuellem, zeitgemäßen Thema.
Diese Oper schafft es, Witz und Ernst zu verbinden - sie bietet einerseits die Auseinandersetzung mit brennenden Fragen unserer Zeit und kann dabei trotzdem köstlich musikalisch unterhalten.


Konzept:

Eine bunte Hunderunde dient als Spiegel der Gesellschaft. Durch den Kunstgriff der Fabel bleibt die Handlung immer spielerisch auf der abstrakten Ebene der Tiere und läuft nicht Gefahr, zum moralischen Lehrstück abzugleiten. Es bleibt also viel Spielraum, sowohl für die inszenierenden Häuser als auch für das Publikum, zu entscheiden, wieviel Gewicht man auf das bunte Hundespektakel oder auf die tiefer liegenden Konflikte legen möchte. Insofern eignet sich das Stück auch hervorragend als Familienoper: der eine folgt der spannend unterhaltsamen Hundegeschichte, der andere entdeckt zeitlose Fragen und überraschend aktuelle Kontroversen, und beide genießen ein amüsant charmantes Musiktheater!

Thema der Oper ist eine bunte Gesellschaft, mit diversen Charakteren, ihren Haltungen und Konflikten, die durch wachsende Unzufriedenheit und Spaltung Angriffspunkt für rechten Populismus werden kann. 

Es geht um Vielfalt, Gemeinschaft und Freundschaft, um Zusammenhalt gegen Rassismus und Spaltung.

 

Die Hunde bilden die bunte, vielgestaltige Gesellschaft … mit ihren Haltungen, Sehnsüchten und Ängsten und den daraus entstehenden Beziehungen und Konflikten.

Die Menschen, die im Stück nie auftauchen, stellen die abwesende “Obrigkeit” dar, die den Hunden zwar ein Heim und beste Versorgung garantieren, die aber auch die Regeln bestimmen und denen man dienen und gehorchen muss. So sind sie sowohl Sicherheit als auch Stein des Anstosses im Hintergrund.

Im zweiten Akt tauchen die Wölfe auf, sie prahlen mit Freiheit und Naturverbundenheit, machen sich über die Hunde lustig, wollen sie gegen die Menschen aufhetzen, sie zu sich in den Wald locken. Sie sind eine Bedrohung für den Menschen, die bestehende Ordnung und letztlich auch die Hunde selbst. Die Wölfe stehen hier symbolisch für das Prinzip rechtspopulistischer Demagogie.


Inhalt:

10 Hunde treffen sich, zufällig zusammengewürfelt, weil der Hundezuchtverein seine jährliche Gartenparty feiert. Manche Hunde kennen sich schon, andere sind neu dabei: Bruno, der Gastgeber und Protagonist im Stück, ist ein gemütlicher Bernhardiner, der seinen ruhigen Alltag liebt und schätzt; Cookie, die freundliche, schüchterne Mopshündin, ist fresssüchtig; Danilo, der queere Pudel, ist eitel aber gesellig und fröhlich; die ältere Dackeldame und ehemalige Jagdhündin Gina hat ein Alkoholproblem; die schöne Dalmatinerin Abigail träumt von einer Karriere als Primadonna; Collierüde Castus ist ein Angeber und Schaumschläger und Boxer Abdul ist jedermanns Kumpel und hat das Herz auf dem rechten Fleck.

 

In ausgelassener Laune feiern die Hunde zunächst sich selbst, doch die Stimmung bröckelt. Es gibt nur Wasser und trockenen Hundekuchen und sie müssen vor den Menschen ihre “Zirkusnummern” aufführen.
Amanda ist neu in der Runde und erzählt von ihrem Leben als ehemalige spanische Straßenhündin. Über Amandas Auftauchen als Mischling im Hundezuchtverein spaltet sich die Hundegesellschaft. Als Bruno und Abdul Fleisch besorgen gehen, gipfelt diese Ablehnung im “Chor der Rassehunde”.

 

Nach der Pause sitzen die Hunde wieder friedlich beisammen, freuen sich über Fleisch und Getränke, die Streitigkeiten sind vorerst vergessen. Da kommen die Wölfe aus dem Wald und wollen gleich ans Fressen.
Mit den Menschen im Hintergrund fühlen sich die Hunde zunächst sicher. Auch lässt die latente Bedrohung sie erst einmal wieder zusammenhalten.
Doch die Wölfe agieren geschickt und verstehen, die Unzufriedenheiten und Streitigkeiten (die sie scheinbar schon beobachtet haben) für sich auszunutzen. Sie ziehen ab mit offener Drohung in ihrem Chor “Lockruf des Bösen”.
Schäferhund Thyson geht mit ihnen, im Abgang schnappen sie die kleine Cookie und schleppen sie in den Wald.

 

Beherztes Eingreifen führt die Oper zu einem guten Ende, zu einem Fest der Freundschaft und des Zusammenhaltes. Doch es bleibt auch klar, die Bedrohung kann immer wieder auftauchen.

Hören Sie selbst!

Die Hörbeispiele sind generiert aus dem Notenprogramm, also Sample Sounds, die Gesangspartien haben uns freundlicherweise zwei Gesangsstudentinnen der UdK Berlin dazu eingesungen.

1. "Wer in der Gosse lebt" Amanda erzählt von ihrem ehemaligen Leben als Straßenhündin

2. "Wenn ich fresse..." Mopshündin Cookie singt über ihre übermäßige Fresslust

3. "Im Sumpf der Schwermut" beschreibt eine scheinbar ausweglose Depression


Interesse an einer Uraufführung?

Einen Kurzüberblick, das vorläufige Fabelskript, interne Links zu Demo-Videos zum Mitlesen der Texte finden Sie bei den Downloads.

Partituren und Texte erhalten Sie von uns auf Anfrage.

Melden Sie sich gerne über unseren Kontakt.

“Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.”

[Kurt Tucholski]